Mietnebenkosten

Zu Beginn des kommenden Jahres werden Sie sicherlich wieder Ihre Nebenkostenabrechnung erhalten. Und nicht schlecht staunen! Die finanziellen Mittel, die Sie sich für Ihren Urlaub vom Mund abgespart haben, dürfen Sie Ihrem Vermieter überweisen. Damit sich Ihre Zahlungsverpflichtungen in Grenzen halten, hier einige Hinweise, was Sie zahlen müssen und was nicht:
 
Zu den Betriebskosten zählen grundsätzlich Grundsteuer, Kaltwasser, Abwasser- und Warmwasser, Heizung, Aufzug, Straßenreinigung und Müllabfuhr, Hausreinigung, Gartenpflege, Beleuchtung, Schornsteinreinigung, Versicherung, Hausmeister, Gemeinschaftsantenne oder Breitbandkabel oder das, was im Mietvertrag darüber hinaus schriftlich vereinbart ist.
 
Bei der Berechnung dieser Kosten ist der Vermieter dem Gebot der Wirtschaftlichkeit verpflichtet. Allerdings ist der Vermieter nicht immer verpflichtet, die billigste Variante zu wählen. Erkann sich auch für teurere aber doch dafür zuverlässige Firmen entscheiden.
Vergessen Sie nicht, dass Sie einen Rechtsanspruch auf Einsicht in die Unterlagen haben. Wenn Sie dies persönlich machen, ersparen Sie sich unter Umständen Fotokopiekosten.
 
Egal, was im Vertrag steht: Verwaltungskosten trägt allein der Vermieter. Hierzu gehören Ausgaben für die Hausverwaltung, Bankgebühren, Porto, Zinsen und Telefon. Falls im Mietvertrag nicht anders vereinbart, sind Reparaturkosten in Haus oder Wohnung immer Sache des Vermieters, es sei denn, der Mieter hat den Schaden selbst verursacht. Bei den Heizkosten darf der Vermieter nur das tatsächlich verbrauchte Öl berechnen. Ist am Ende des Abrechnungszeitraums noch Öl im Tank, muss er dies abziehen. Bei der Kostenverteilung nach Wohnfläche kommt es auf die tatsächliche Wohnungsgröße an, nicht auf die im Mietvertrag genannte. Es lohnt sich daher nachzumessen. Auch für eine Mietausfall-, Rechtsschutz- oder Hausratversicherung kommt der Vermieter auf.
 
Der Vermieter hat die zwölfmonatige Abrechnungsfrist einzuhalten. Nicht entscheidend ist, ob die Abrechnung richtig oder falsch ist. Entscheidend ist der Zugang der Abrechnung bei Ihnen.
 
Die Nebenkostenvorauszahlung muss angemessen sein. Sollten Sie von Ihrem Vermieter über die tatsächliche Höhe der Kosten getäuscht worden sein, macht er sich schadenersatzpflichtig.
 
Tip!
Wenn Sie pro Quadratmeter ca. 1€ plus MwSt an Nebenkosten zahlen, können Sie eigentlich nicht ganz falsch liegen.
 
Soweit unser Überblick!